Stundensatz berechnen
Der Standard-Stundensatz in den Firmendaten ist die Vorgabe für jede Arbeitsposition auf Angeboten und Rechnungen. Wie hoch er sein muss, rechnet der Stundensatz-Rechner unter Einstellungen → Kalkulation aus: Was muss eine Stunde beim Kunden kosten, damit Löhne, Gemeinkosten und ein Gewinn gedeckt sind?
Rechnen kann jeder, der die Einstellungen sieht. Speichern und den Satz übernehmen darf nur, wer die Einstellungen ändern darf (Recht settings:update, Inhaber und Büro):
Sie können hier rechnen; speichern darf nur, wer die Einstellungen ändern darf.
Beim ersten Öffnen stehen Beispielwerte da – sie sind an den eigenen Betrieb anzupassen.
Eingaben
Mitarbeitergruppen – Gesellen, Azubis, Meister … je Gruppe:
- Anzahl (Teilzeit als Bruchteil, z. B. 0,5)
- Stundenlohn
- Bezahlte Stunden im Jahr – alle Stunden mit Lohn, auch Urlaub, Feiertage und Krankheit (40 h × 52 Wochen = 2.080)
- Produktive Stunden im Jahr – davon beim Kunden abrechenbar, ohne Urlaub, Feiertage, Krankheit, Lager, Büro und Fahrten, die niemand bezahlt
Arbeitet der Inhaber mit, kommt er als eigene Gruppe mit seinem Unternehmerlohn hinein – sonst gehört der Unternehmerlohn in die Gemeinkosten.
Lohnzusatzkosten (%) – Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, Umlagen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, in Prozent auf den Lohn.
Gemeinkosten des Jahres – alles, was keinem Auftrag direkt zuzuordnen ist: Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Büro, Werkzeug, Abschreibungen. Material, das dem Kunden berechnet wird, gehört nicht hierher. Posten lassen sich beliebig hinzufügen.
Wagnis und Gewinn (%) – auf die Selbstkosten, für Ausfälle, Gewährleistung und Investitionen.
Ergebnis
Der Rechner zeigt Schritt für Schritt:
- Lohnsumme des Jahres
- Stunden bezahlt / produktiv und daraus die Produktivität
- Lohn je produktive Stunde
- Lohnzusatzkosten
- Gemeinkosten je Stunde
- Selbstkosten je Stunde
- Wagnis und Gewinn
- Stundenverrechnungssatz netto – dazu zur Info brutto mit 19 % USt
Daneben steht der aktuelle Stundensatz des Betriebs.
Lässt sich noch nicht rechnen, sagt der Rechner warum – etwa:
Gesellen: Es kann nicht mehr produktive als bezahlte Stunden geben.
oder „Ohne produktive Stunden lässt sich kein Stundensatz rechnen.“ Stunden je Jahr gehen als ganze Zahl bis 8.784.
Speichern und übernehmen
Speichern merkt sich die Eingaben. Speichern und als Stundensatz übernehmen macht das Ergebnis nach einer Rückfrage zum Standard-Stundensatz des Betriebs. Er gilt für neue Arbeitspositionen; schon geschriebene Belege ändern sich nicht. Beides steht im Prüfprotokoll.
Den Stundensatz kann man auch ohne Rechner direkt in den Firmendaten eintragen.
Materialaufschlag
Der Aufschlag auf Material aus den Großhandelskatalogen wird nicht hier, sondern in der Katalogansicht je Rabattgruppe eingestellt – siehe Lager und Großhandel.