Zum Inhalt springen
WorkOffice ProHandbuch
Zum Programm

E-Rechnung

Eine E-Rechnung ist eine Rechnung, die ein Programm lesen kann – nicht bloß ein PDF. WorkOffice erzeugt sie für jede festgeschriebene Rechnung, Stornorechnung und Rechnungskorrektur, nach der europäischen Norm EN 16931. Angebote, Auftragsbestätigungen und Lieferscheine sind keine Rechnungen und haben keine; wer dort eine abruft, bekommt:

E-Rechnungen gibt es nur für Rechnungen, Stornorechnungen und Rechnungskorrekturen.

Die E-Rechnung gehört zum Verkauf und ist in jedem Paket enthalten.

Zwei Formen

ZUGFeRD (Factur-X), Profil EN 16931 – die XML-Datei steckt im PDF. Das PDF der Rechnung ist zugleich die E-Rechnung: Der Mensch sieht die gewohnte Rechnung, das Programm des Kunden liest die eingebettete Datei. So geht jede Rechnung, die man per E-Mail verschickt, schon als E-Rechnung hinaus.

XRechnung 3.0 – reines XML, ohne PDF. Öffentliche Auftraggeber verlangen sie, meist mit Leitweg-ID. Sie entsteht mit dem Knopf XRechnung in der Belegansicht als Datei RE-2026-0042-xrechnung.xml – oder beim Versand per E-Mail mit XRechnung-XML zusätzlich anhängen.

Beides gibt es erst nach dem Festschreiben:

Die E-Rechnung gibt es erst, wenn der Beleg festgeschrieben ist.

Was hineinkommt

Firmen- und Kundendaten, Nummer, Datum, Leistungszeitraum, Fälligkeit, Positionen mit Einheit und Steuersatz, die Steuer je Satz, die Bankverbindung als Überweisungsanweisung und – wenn vereinbart – der Skonto in der maschinenlesbaren Form, die die XRechnung verlangt.

Jede Rechnungsart hat ihren eigenen Typcode: Rechnung 380, Stornorechnung 384, Rechnungskorrektur 381, Abschlagsrechnung 326. Ist Leistung an einem Grundstück angekreuzt, tragen Abschlags- und Schlussrechnung die Codes für Bauleistungen (875 bzw. 877).

Hinweise zur E-Rechnung

Fehlt etwas für eine gültige XRechnung, steht in der Belegansicht ein Kasten Hinweise zur E-Rechnung (XRechnung). Mögliche Hinweise:

HinweisAbhilfe
Ihre USt-IdNr. oder Steuernummer fehlt (Einstellungen).Firmendaten ergänzen
Ihre Telefonnummer fehlt bzw. Ihre E-Mail-Adresse fehlt (Pflicht in der XRechnung).Firmendaten ergänzen
Ihre IBAN fehlt (Zahlungsanweisung ist Pflicht in der XRechnung).Bankverbindung eintragen
PLZ und Ort des Rechnungsempfängers fehlen.Kunden ergänzen
E-Mail-Adresse des Kunden fehlt (Pflicht in der XRechnung).Kunden ergänzen
Käuferreferenz (Leitweg-ID) fehlt – beim Kunden oder als „Ihr Zeichen" eintragen. Ersatzweise wird die Kundennummer übertragen.Leitweg-ID beim Kunden eintragen
Für Umsätze in das EU-Ausland ist die USt-IdNr. des Kunden erforderlich …USt-IdNr. beim Kunden eintragen

Die Hinweise sperren nichts: Die Datei entsteht trotzdem. Ob der Empfänger sie annimmt, hängt aber an diesen Angaben – deshalb lohnt es, sie vor der nächsten Rechnung nachzutragen. Eine schon festgeschriebene Rechnung bleibt, wie sie ist; Daten des Betriebs und des Kunden gehen erst in neue Belege ein.

Für öffentliche Auftraggeber

  1. Beim Kunden die Leitweg-ID / Käuferreferenz und eine E-Mail-Adresse eintragen – siehe Kunden und Lieferanten.
  2. In den Firmendaten Telefon, E-Mail und IBAN prüfen.
  3. Rechnung schreiben und festschreiben.
  4. Mit XRechnung herunterladen und im Portal des Auftraggebers hochladen – oder per E-Mail mit angehängter XRechnung senden.

Eingehende E-Rechnungen

Seit 2025 muss jeder Betrieb E-Rechnungen auch empfangen können. Eingangsrechnungen als XRechnung oder ZUGFeRD liest der Belegeingang: Betrag, Datum, Lieferant und Steuer kommen exakt aus der Datei, nicht aus einer Schätzung. Siehe Belege erfassen.