Stundensatz und Kalkulation
Ein Angebot ist nur so gut wie seine Preise. WorkOffice hilft an zwei Stellen: beim Stundensatz für die Arbeitszeit und beim Materialaufschlag auf den Einkaufspreis.
Der Stundensatz im Angebot
Jede neue Position + Arbeitszeit trägt den Standard-Stundensatz des Betriebs ein (Einheit Stunde). Er steht unter Einstellungen → Firmendaten, ab Werk 55 € netto. Im Beleg lässt er sich je Position überschreiben.
Woher der richtige Wert kommt, rechnet der Stundensatz-Rechner unter Verwaltung → Einstellungen → Kalkulation aus – nach dem Schema, wie es die Handwerkskammern lehren:
| Schritt | Eingabe |
|---|---|
| Lohnsumme des Jahres | Mitarbeitergruppen: Anzahl (Teilzeit als Bruchteil, z. B. 0,5), Stundenlohn, bezahlte Stunden je Jahr |
| ÷ produktive Stunden | je Gruppe: Stunden, die beim Kunden abrechenbar sind |
| = Lohn je produktive Stunde | |
| + Lohnzusatzkosten | in % auf den Lohn: Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, Umlagen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld |
| + Gemeinkosten je Stunde | Gemeinkosten des Jahres (Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Büro, Werkzeug, Abschreibungen) ÷ produktive Stunden |
| = Selbstkosten je Stunde | |
| + Wagnis und Gewinn | in % auf die Selbstkosten |
| = Stundenverrechnungssatz netto | darunter zur Info brutto mit 19 % |
Bezahlte Stunden sind alle Stunden mit Lohn, auch Urlaub, Feiertage und Krankheit (40 h × 52 Wochen = 2.080). Produktive Stunden sind davon nur die abrechenbaren – ohne Urlaub, Feiertage, Krankheit, Lager, Büro und Fahrten, die niemand bezahlt. Der Unterschied zwischen beiden ist der häufigste Grund, warum ein Stundensatz zu niedrig angesetzt ist; das Ergebnis zeigt ihn als Produktivität.
Arbeitet der Inhaber mit, kommt er als eigene Gruppe mit seinem Unternehmerlohn hinein; sonst gehört der Unternehmerlohn in die Gemeinkosten. Material, das dem Kunden berechnet wird, gehört nicht in die Gemeinkosten.
Gerechnet wird exakt und erst am Ende auf den Cent gerundet. Unplausible Eingaben weist der Rechner ab, etwa:
Ohne produktive Stunden lässt sich kein Stundensatz rechnen.
Speichern und als Stundensatz übernehmen macht das Ergebnis zum Standard-Stundensatz – nach einer Rückfrage, die alten und neuen Wert nennt. Er gilt für neue Arbeitspositionen; bestehende Belege ändern sich nicht. Rechnen darf jeder, der die Einstellungen sieht; speichern nur, wer sie ändern darf.
Materialaufschlag
Material kommt mit seinem Verkaufspreis aus dem Artikelstamm ins Angebot; den Einkaufspreis führt der Artikel daneben.
Wer Kataloge seiner Großhändler einliest (Paket „Komplett“), bekommt den Verkaufspreis vorgeschlagen: Einkaufspreis aus Nettopreis oder Listenpreis mit Rabatten, darauf der Aufschlag – je Katalog oder je Rabattgruppe. Ein eigener Aufschlag der Rabattgruppe geht dem des Katalogs vor; ohne Aufschlag gilt der Listenpreis. Ein Katalogartikel lässt sich direkt aus der Position heraus in den Artikelstamm übernehmen. Einzelheiten im Bereich Lager und Großhandel.
Rabatt im Beleg
Jede Position hat zusätzlich ein Feld Rabatt % für einen Nachlass gegenüber dem Kunden. Der Nachlass mindert den Nettobetrag der Position; auf dem Beleg steht er sichtbar.
Siehe auch Angebote.